Stand: 15.05.2012

Rechtsgebiet: Verkehrsrecht / Unfallregulierung

Rechtsanwälte aus Frankfurt informieren: Ansprüche auf Schadensersatz / Schmerzensgeld bei einem Unfall mit der S-Bahn / U-Bahn / Zug 

S-Bahn / U-Bahn oder Zug sind im Betrieb eigentlich sehr sichere Verkehrsmittel. Dennoch kommt es auch hier leider nicht zu selten zu Unfällen mit anderen Fahrzeugen oder in der Praxis noch häufiger zu Unfällen bei Einsteigen oder Aussteigen, die zu erheblichen Verletzungen führen.

In diesem Fall stellt sich die Frage für den Verletzten: Welche Ansprüche stehen mir gegen den Betreiber zu? Die Beantwortung der Frage ist einzelfallabhängig. Generell kann jedoch gesagt werden: Wenn den Verletzten selbst kein Verschulden trifft, er also selbst nicht fahrlässig gehandelt hat, dann stehen ihm gegenüber dem Betreiber bzw. dessen Versicherung sowohl Ansprüche auf Schadensersatz (z.B. Zerstörung von Bekleidung oder anderen Gegenständen) als auch Schmerzensgeldansprüche zu. je nach Schwere der Verletzung und anderen Faktoren kann der Schmerzensgeldanspruch mehrere tausend Euro betragen. Falls ein anderer Fahrgast den Unfall verschuldet hat, ist dieser zunächst der primäre Anspruchsgegner.

Falls Sie eine Verletzung durch einen Unfall während einer Fahrt mit einer U-Bahn / S-Bahn / Zug oder einem sonstigen Unfall mit einer U-Bahn / S-Bahn / Zug erlitten haben, sollten Sie daher unbedingt sofort die Verletzung durch einen Gang zum Arzt dokumentieren, Anschriften von potentiellen Zeugen notieren und ggfls. die Polizei zur Unfallaufnahme hinzuziehen. Weiter empfiehlt es sich einen sachkundigen Rechtsanwalt hinzuziehen, der die Höhe der Ansprüche ermittelt, Verhandlungen mit der Versicherung führt und Ihre Ansprüche ggfls. gerichtlich geltend macht. Wir unterstützen Sie gerne.

Übrigens können Ansprüche gegen Verkehrsgesellschaften auch bereits bei Unfällen z.B. auf dem Bahnsteig entstehen. Dies kommt jedenfalls dann in Frage, wenn der Betreiber Verkehrssicherungspflichten verletzt hat und z.B. Baustellen unzureichend gesichert hat.

Hinweis: Der Beitrag hat rein informativen Charakter und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.