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Gravel Sari
Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft
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Schwerpunkte

(Ehe-) Scheidung

Die absolute Zahl an Ehescheidungsverfahren ist mit kleineren Schwankungen seit Jahrzehnten konstant gestiegen.

Es kann durchaus sinnvoll sein, die einzelnen Scheidungsfolgen einvernehmlich vor Einleitung eines Scheidungsantrages zu regeln. Wenn dieVermögensauseinandersetzung, der etwaig zu zahlende Unterhalt nach der Scheidung geregelt ist, kann das Scheidungsverfahren selbst ohne großen „Rosenkrieg“ geführt werden.

Ein Ehescheidungsverfahren wird in der Regel nach einer Trennungsphase von einem Jahr eingeleitet durch einen Antrag am zuständigen Familiengericht. Die Familiengerichte haben dann den Trennungszeitpunkt zu prüfen und die Frage aufzuarbeiten, ob nach Ablauf des Trennungsjahres beide Ehegatten die Ehe für gescheitert halten oder die Ehe zur Überzeugung des Gerichtes zerrüttet ist. Eine Härtefallscheidung vor Ablauf des Trennungsjahres kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht.

Soweit der Versorgungsausgleich, also die Ausgleichung der Rentenanwartschaften während der Ehe, nicht wirksam ausgeschlossen ist, werden nach Einleitung des Scheidungsverfahrens über die Träger der Rentenanwartschaften die Auskünfte durch das Gericht eingeholt. Das kann gerade bei der Deutschen Rentenversicherung manchmal Monate dauern.

Sobald die Auskünfte der gesetzlichen und privaten Rentenversicherer dem Familiengericht vorliegen und keine sonstigen Folgeanträge gestellt werden,terminiert das Gericht zur Anhörung der Beteiligten und zum Ausspruch des Scheidungsbeschlusses.

Wenn beide Ehegatten geschieden werden wollen und keine streitigen Folgesachen zu regeln sind, kann eine einvernehmliche Scheidung ausgesprochen werden. Möglich ist dann, Rechtsanwaltsgebühren zu sparen, indem nur ein Ehegatte einen Rechtsanwalt beauftragt und der andere Ehegatte der Scheidung zustimmt.

Die Zahl der binationalen oder ganz ausländischen Familien in Deutschland steigt massiv. Ein Ehescheidungsverfahren wird so unter Umständen in Deutschland vor einem deutschen Gericht nach ausländischem Recht geführt werden. Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn beide Ehegatten eine andere Nationalität haben. Solche Verfahren sind juristisch eine besondere Herausforderung, da das Familiengericht und die Rechtsanwälte sich in komplett andere Rechtssysteme einarbeiten müssen.

Um bereits nach einem Gespräch mit uns einen Scheidungsantrag stellen zu können, benötige wir regelmäßig das Familienstammbuch oder dieHeiratsurkunde im Original. Weiter müssen die aktuellen Adressdaten beider Eheleute bekannt sein. Sollte ein Ehegatte unbekannt verzogen sein, werden wir Sie über die Möglichkeiten einer Zustellung ohne Kenntnis des Wohnortes beraten. Weiter ist das ungefähre monatliche Einkommen bekannt zu geben, da sich daran die Gerichts- und Anwaltsgebühren bemessen. Bei Bedürftigkeit kann Verfahrenskostenhilfe beantragt werden.

Über die ungefähr zu erwartenden Kosten für ein Scheidungsverfahren und zum Ablauf eines Scheidungsverfahrens beraten wir Sie gerne.

Insbesondere Herr Rechtsanwalt Gravel ist in diesem Bereich spezialisiert und Fachanwalt für Familienrecht.